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... anders !

Fatal und naiv war, zu glauben, es lasse sich an der Expo 02 Ideen realisieren, ohne eine wirtschaftliche, industrielle Gesellschaft mit handfesten Interessen, die ein Konzept nach eigenen Vorstellungen stützt, als Partner im Hintergrund zu haben. Es stellte sich heraus, das sich künstlerische und idealistische Konzepte nicht durchsetzen konnten, da das Finanzierungskonzept der Ausstellungsmacher auf die Beiträge der grossen Wirschaftsverbände angewiesen waren und somit das allgemeine Ausstellungskonzept diesen entgegenkommen musste. Dieser Umstand führte zum Fall der ersten (weiblichen) Besetzung der Direktion und zur Ausrichtung und Kompromissen nach wirtschaftlichen Interesse-Kriterien an der Landesaustellung 2002.

Wurde das Projekt-Skené anfänglich als Bundesprojekt gehandelt, schrumpfte es doch mangels wirkungsvoller Kommunikation relativ rasch zu einem reinen Beherbergungsprojekt. Diesem wurden seitens der Expo-Leitung, entgegen anderslautenden Abmachungen, derart finanzielle Auflagen gemacht, dass an das ursprüngliche Konzept, die Zelte den Hilfsorganiationen zukommen zu lassen, nicht mehr zu denken war.

Mit dem Zusammenbruch der Leitung der Landesausstellung, der Umstrukturierung dieser und der Ausrichtung des Konzeptes der Expo nach wirtschaftlichen Interessen fand das Projekt Skené keine Befürworter mehr.

Es war klar, dass das Projekt Skené innerhalb der Landesausstellung keinen finanziellen Gewinn für diese erbringen würde. Es wäre allenfalls selbsttragend geworden. Dies konnte sich die Expo-Leitung, bedingt durch ihre sehr defizitären Prestigebauten nicht leisten. Sie war darauf angewiesen, dass gerade die unterstützenden Betriebe Gewinn für die Landesausstellung erwirtschafteten. Dies setzte die Leitung den auch so radikal durch, dass auf ein Beherbergungskonzept mit Skené-Zelten verzichtet werden musste. Die Idee wurde übernommen und mit Tippi-Zelten (!) ausgeführt, in diesen für eine Übernachtung Hotelpreise bezahlt werden mussten.

Nichts desto trotz wurde das Projekt Skené und bestehende Bilder der Zelte über den ganzen Zeitraum von 1988 bis 2001 in beinahe sämtlichen Werbematerial (Printmedien, Film, etc) der Landesausstellung benutzt, da das Design der Zelte ansprechend und modern ist und den Werbern der Landesausstellung sehr lange Zeit nichts anderes Handfestes zur Verfügung stand. Es wurden weder Autoren noch Projektnamen erwähnt, noch wurde ich als Projektleiter und- Inhaber je nach meiner Zustimmung gefragt. Im Gegenteil, auch nach mehreren Interventionen und Versprechungen seitens der Expo-Verantwortlichen änderte lediglich die Bezeichnung des Projektes zu Iglu-Hotel "Skené". Wie weit das mit dem eigentlichen Konzept etwas zu tun hatte, bleibe dahingestellt.

Letztendlich haben mich die Bemühungen, das Projekt Skené an die Landesausstellung zu bringen, fünfstellige Beträge gekostet.
Im November 2000 kam mit einem kurzen Brief das Aus für das Projekt. Der Leitung der Landesausstellung war unser Aufwand nicht eine Freikarte wert.

 


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