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Verhalten von Schnee im Wind

Das Verhalten von Schnee im Zusammenhang mit Wind bot wohl die grösste Überraschung bezüglich der technischen Eigenschaften des Zeltes.

Wie schon im Strömungskanal beobachtet, entsteht im Sockelbereich der Luvseite des Zeltes eine Wind-Druck-Stau-Zone. Das diese Druckzone eine eminent wichtige Funktion in Kombination mit Schnee übernimmt, wurde in der Anfangsphase des Projektes gar nicht wahrgenommen.

Der Effekt dieser Druckzone ist:

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Es bildet sich auch bei schwachem Wind eine "Wind-Walze" an der Luvseite des Zeltes, dass heisst, der Wind trifft auf die Plane, wird von dieser ab einer gewissen Höhe nach unten, entlang der Plane abgelenkt, um am Boden vom Zelt wegzuströmen und kurz danach mit dem anströmenden Wind wieder aufzusteigen, um erneut in die Walze aufgenommen zu werden. Diese Walze bewegt sich zudem spitralförmig um das Zelt, läuft seitlich des Zeltes ansteigend, trichterförmig immer kleiner werdend, bis sie sich an der Seite des Zeltes im Windstrom verliert.

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Folgendes geschieht: Der Schnee, der sich um und auf dem Zelt ablagert, wird von dieser Windwalze an der Luvseite abgetragen und auf die Leeseite des Zeltes transportiert. Dreht der Wind, so wird der Schnee innert kurzer Zeit umgelagert, so dass sich die selbe Situation wieder einstellt. Luvseite schneefrei, Leeseite unter Schnee begraben.

Dieser Effekt führt dazu, dass bei einem Zelt mit drei Eingängen (Outdoortyp) immer ein Eingang relativ schneefrei bleibt.

Dies ist ab Schnehöhen von 1,6m wichtig, da sich ab diesen Schnehöhen leeseiteig des Zeltes eine Wächte zu bilden beginnt, die den Eingang unter Umständen metertief unter sich begräbt. Auch ist es so, dass der Wind nach dem Entfernen der Wächte diese sogleich wieder bildet und den freigeschaufelten Eingang sofort wieder zudeckt.

Würde das Zelt nur ein Eingang haben, könnte es sein, dass, wenn der Wind umschlägt, innert Stunden der Eingang so tief verdeckt ist, dass der Zeltbewohner zuerst einige Kubikmeter Schnee ins Zeltinnere schaufeln müsste um herauszukommen, oder er das Zelt über die Giebelöffnung verlassen müsste, welche er von aussen nicht mehr richtig verschliessen kann.

 

 


Strömungsverhältnisse im Querschnitt
Strömungsverhältnisse im Grundriss
Schneeverteilung ums Zelt.
Schneeverteilung ums Zelt Querschnitt
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